Natürlich hat mich die Mikrowelt im Aquarium auch schon lange fasziniert und von der Aquarienfotografie mit Makroobjektiv bis zur Mikrofotografie ist ja nur ein kleiner Schritt, dachte ich....
Mikroskop, Spiegelreflexkamera - also meine alte und bewährte Canon F1 - und ein Adapter stehen mir zur Verfügung. Die ersten Schwierigkeiten zeigten sich aber sofort: Der Adapter war nur sehr labil mit dem Bajonettverschluss der Kamera zu verbinden, aber das war ja "nur" ein mechanisches Problem. Schwierig ist auch die Frage der Beleuchtung/Belichtung.....
Nun gut, ich habe angefangen mit dem üblichen 100 ASA Diafilm und dem Vertrauen in den Belichtungsmesser der Kamera. Auslösung mittels Drahtauslöser wg. möglicher Erschütterungen des Kameragehäuses, 1/4 sec. und 1/2 sec.
Die ersten Versuche zeigten mir gleich die Schwierigkeit des Scharfstellens zwischen Mikroskop und Kamera und meinem Auge. Die einzige Lichtquelle ist bisher die kleine Mikroskoplampe und die Ergebnisse zeigen mir, dass ich wohl besser einen Kunstlichtfilm nehmen sollte.

Weitere Aufnahmen

Algen in einer Filterströmung:
Grüner Wasserfaden
Tribonema viride
(50x)




Algen in einer Filterströmung:
Grüner Wasserfaden
Tribonema viride
(250x)




Algen in einer Filterströmung:
Grüner Wasserfaden
Tribonema viride
(100x)



Zweig des Javamoos:
Vesicularia dubyana
(50x)




Rotalgen auf Stein:
Rasen-Rotalge ?
Audouinella violacea
(250x)





Vorderkörper eines Planariums:
Bachplanarie
Dugesia gonocephala
(50x)



Nach Streble/Krauter (Das Leben im Wassertropfen, Kosmos,1988) sollte man zur Mikrofotografie ein Blitzgerät benutzen, wobei sich die Beschreibung des Einsatzes eines Blitzlichtgerätes nicht so ganz einfach anhört. Ich werde aber erst noch einen Kunstlichtdiafilm ausprobieren. Als schwierig erweist sich auch die Fotografie von beweglichem Zooplankton oder von der oben abgebildeten Planarie, wenn sie über den Objektträger kriecht. Das obige Bild zeigt eine leblose und damit unbewegliche Planarie nach Verdunstung ihres Wassertropfens auf dem Objektträger. Die Form entspricht daher nicht ganz dem lebenden Exemplar. Vielleicht ist die exakte Aufnahme eines bewegten Lebewesens wieder mal Glückssache.......

Jetzt habe ich noch einen Tageslichtfilm gehabt und habe erstmal diesen benutzt, diesmal aber zu Versuchszwecken mit Blitz - und siehe da, es hat funktioniert. Nach meinen Maßstäben eines Neulings der Mikrofotografie sind die Bilder auch ganz ordentlich geworden. In der Literatur steht ansonsten etwas über spezielle Blitzlichtgeräte für Mikroskopaufnahmen - vielleicht ist das eine Einrichtung wie für die Reprofotografie, wo es auch nur um die Einstrahlung aus einem bestimmten Winkel geht. Ich habe den Blitz mit der Hand schräg in Richtung auf das Objekt gehalten und folgende Ergebnisse erziehlt:

Aufnahmen mit Blitzlicht

Zum Vergleich ohne Blitz